Weniger Abholzung des Regenwaldes dank effizienten Kochern

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    Dank des Kocherprojekts sind diese Bilder von Holz tragenden Frauen seltener geworden.

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    Über 90 Prozent der Haushalte, die im Umkreis von 5 Kilometern rund um den geschützten Kakamega-Regenwald wohnen, sind seit Projektstart 2010 in Besitz eines effizienten Kochers gekommen. Fotograf: Robert Hörnig

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    Diademmeerkatze oder Blue Monkey: Eine von 7 Primatenarten im Kakamega Forest, die vom Aussterben bedroht ist, weil der Lebensraum schwindet.

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    Susan Muyanzi muss dank der effizienteren Kochstelle nur noch zweimal pro Woche in den Regenwald gehen um Feuerholz zu sammeln. Das heisst mehr Zeit für ihre Kinder – und weniger Abholzung!

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    Levy Barnoya, Mitglied der Watokambali Installer Group und durch das Projekt zertifizierter Installateur. Einer von hunderten Menschen, die dank dem Projekt ein regelmässiges Einkommen haben, ein Haus bauen konnten und ihre Töchter zur Schule schicken. Fotograf: Robert Hörnig

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    Weil die Frauen dank des effizienten Kochers nun weniger Holz sammeln müssen, haben sie Zeit für ein Zusatzeinkommen wie Bienenzucht... Fotograf: Robert Hörnig

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    ... oder Gesundheitsprodukte. Solche zusätzlichen Einkommensmöglichkeiten erlauben den Menschen ein selbstbestimmteres Leben, eröffnen eine Zukunftsperspektive und fördern die Resilienz. Fotograf: Robert Hörnig

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    Der effiziente Upesi-Kocher verbrennt das Feuerholz sauberer, was die Gesundheit der Frauen und Kinder weniger belastet.

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    Für die Produktion der Kocher werden lokale Materialien wie Lehm verwendet. Dort, wo der Lehm dem Boden entnommen wird, wird anschliessend mit einheimischen Baumsorten aufgeforstet und kontrolliert.

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    Lehm und Sand werden mit Wasser gemixt und dann von Hand geformt mittels einer einfachen Metallform. Dies garantiert Konsistenz und Qualität in der Produktion der Einsätze.

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    Mary Modani, vierfache Mutter, hält einen fertigen Kochereinsatz. Sie leitet eine der lokalen Töpfergruppen, die mit Eco2Librium zusammenarbeiten.

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    Die noch weichen Lehmeinsätze werden anschliessend in einem grossen Kohleofen 8-10 Stundenlang gehärtet. Die fertig gebrannten Einsätze werden dann von Eco2Librium auf ihre Qualität kontrolliert, den Töpfern wie Mary Modani abgekauft und in den Haushalten installiert.

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    Jane Enos aus dem Dorf Bukhaywa hat einen effizienten Kocher gekauft. Jeremiah Brand von Eco2librium erledigt die Formalitäten.

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    Mantelaffe: Eine weitere Primatenart im Kakamega Forest, die vom Schwinden des Waldes bedrängt wird.

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    Abholzung des Regenwalds bedeutet auch Artenverlust. Fotograf: Robert Hörnig

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    Früher wurde in den traditionellen, offenen, sehr ineffizienten Drei-Steine-Feuerstellen zum gekocht – dies benötigte die doppelte Feuerholzmenge und die Luft war voller Rauch und Russ.

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    Das Projektteam von Eco2Librium (von rechts): Dr. Anton Espira, (CEO), Christopher Amutabi (General Manager); Silvia Mwangi (Abrechnung), Caleb Makalasia (Monitoring Koordinator, verdeckt), John Luseno (Senior Manager), Telvin Chelimo (Praktikantin), Emily Mujinji (Community Women's Liaison), Jeremiah Brany (Operations Supervisor).

Lokal produzierte effiziente Kocher reduzieren den Holzverbrauch und tragen dazu bei, die einzigartige Vegetation und Biodiversität des Kakamega-Regenwaldes zu bewahren. Die Kochstellen haben einen saubereren Verbrennungsprozess und stossen daher weniger Russ aus, was zu weniger Infektionen der Atemwege bei Frauen und Kindern führt. Die verminderte Abholzung und der verminderte Gebrauch von Brennholz reduzieren die Treibhausgasemissionen und die Frauen müssen weniger lange nach Feuerholz suchen.

46'000 Kocher installiert
46'000
Kocher installiert
10 Töpfergruppen etabliert
10
Töpfergruppen etabliert
940 ha Wald geschützt
940
ha Wald geschützt

Zehntausende effiziente Kocher wurden bisher dank dem Projekt in ländlichen Haushalten in Gemeinden in der Nähe des Kakamega Waldes in West-Kenia installiert. Dieser Regenwald ist Kenias letzter übrig gebliebener indigener Wald und beherbergt eine immense Vielfalt an einzigartigen und bedrohten Tieren und Pflanzen. Der nördliche Teil ist geschützt und gehört zum Kakamega Nationalpark. Trotz des geschützten Status ist der Regenwald aufgrund seiner attraktiven Ressourcen ernsthaft beschädigt. Die Region, die den Wald umgibt, ist eine der dichtest bevölkerten ländlichen Regionen der Welt – über 500 Einwohner leben auf einem Quadratkilometer – und 90 Prozent der Leute sind abhängig vom Feuerholz und der Existenzgrundlage des Regenwaldes. Der Kakamega Wald hat fast 50 Prozent an Fläche verloren seit 1933. 

Ich bin glücklich. Bevor ich den Kocher hatte, musste ich jeden Tag in den Regenwald, was ein 15-20 Kilometer langer Marsch ist mit all dem schweren Holz auf dem Kopf. 
Susan Muyanzi, 33 Jahre alt, Mutter von 2 Kindern, wohnt im Dorf Lusero in Kakamega, Kenia

In den Haushalten der Projektregion wurden bisher traditionelle offene Drei-Steine-Feuerstellen zum Kochen benutzt. Frauen und auch Mädchen verbrachten durchschnittlich 15 Stunden pro Woche mit Feuerholz sammeln im nahen Regenwald. Die Armutsrate in der Region um den Kakamega Wald ist über 60 Prozent und die Arbeitslosenquote über 25 Prozent. Daher wurde eine einfache, erschwingliche und lokal produzierte Kochertechnologie gesucht, um den Holzverbrauch zu reduzieren und damit die Biodiversität und die einmalige Vegetation des Regenwaldes zu schützen und den CO2-Ausstoss zu verringern. Heute sind über 90 Prozent der Haushalte in 3-5 Kilometer Entfernung des Regenwaldes in Besitz eines effizienten Kochers – ein Riesenerfolg!

Dieser natürliche Keramikkocher ist 35-50 Prozent effizienter als die bisherige offene Feuerstelle. Lokale, unabhängige Frauengruppen stellen die Kocher her. Der myclimate Projektpartner vor Ort kauft den "Potter groups" die Kocher ab und verkauft und installiert diese zu einem reduzierten Preis in den Haushalten. 

Als alte Frau bin ich froh, dass meine Töchter und deren Töchter nicht mehr die rauchigen Drei-Steine-Kochstellen ertragen müssen, mit denen ich ein Leben lang gelebt habe. 
Mama Fridah, Kakamega, Kenya.

Überdies werden lokale Arbeitsstellen geschaffen, die Frauen und Mädchen sind weniger den schädlichen Russpartikeln der offenen Feuerstellen ausgesetzt und müssen weniger Holz sammeln. Die freigesetzte Zeit nutzen die Frauen für ein Zusatzeinkommen wie Bienenzucht oder Kamillenprodukte. Mit solch kleinen Geschäftsmodellen kommen die Leute im ländlichen Kenya auf eigene Füsse – immens wichtig für eine Zukunftsperspektive im eigenen Land.

Das Projekt „Stoves for Life“ wird von der amerikanisch-kenianischen Organisation Eco2librium entwickelt und umgesetzt.

Schauen Sie sich unsere zwei Fotoalben auf myclimate-Facebook an (Fotoalbum 1 und Fotoalbum 2)!

BISHER ERREICHTES:

  • Über 264’000 Menschen profitieren von besserer Luftqualität und müssen weniger Zeit mit dem Sammeln von Feuerholz verbringen.
  • Über 46’000 effiziente Kocher wurden installiert.
  • 10 Töpfergruppen wurden etabliert.
  • 495 Personen (75% Frauen) erhalten einen Lohn und verdienen beinahe das Dreifache ihres bisherigen Einkommens.
  • 95% verbesserte Luftqualität in den Häusern.
  • Jeder Kocher vermeidet ca. 3,7 t CO2 und 2,1 t Feuerholz pro Jahr.
  • Das Projekt hat bisher über 328’000 t Feuerholz eingespart, was einer Fläche von 940 Hektaren Regenwald entspricht.
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