Kommunales Wiederaufforsten

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    Anfangs Jahr kommen alle Projektteilnehmenden zusammen und legen Baumschulen an von Samen, die sie von einheimischen Bäumen der Gegend gesammelt haben.

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    Laden des Anhängers mit Setzlingen: Während den Regenzeiten kommen ganze Dörfer zusammen, um unzählige Bäume zu pflanzen.

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    Projektteilnehmende der Gemeinde werden bezahlt für das Mithelfen beim Pflanzen.

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    Biomasseberechnung: Verschiedene Baumarten von verschiedenen Waldflächen werden gemessen und gewogen, um spezifische Zahlen zu Biomasse und Wachstum zu errechnen. Dies ergibt präzise Informationen zum CO2-Haushalt der Bäume.

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    Jährliches Monitoring: Jedes Jahr werden die Pflanzungen geprüft, um Informationen zu Wachstum, Dichte, Artenvielfalt und Sterblichkeit der Bäume zu überwachen.

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    Bäuerin Edith Javier Rodriguez Benavidez nimmt seit 2011 an dem Programm teil und hat seitdem schon 420 Bäume erfolgreich gepflanzt.

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    Das Programm verbindet konkreten Naturschutz mit spürbaren wirtschaftlichen Vorteilen für die teilnehmenden Kleinbauern.

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    Drei verschiedene Typen der Anpflanzungen beinhaltet das Programm: Mischanpflanzungen aus schnell wachsendem Feuerholz kombiniert mit langsam wachsenden Hartholzspezies), Grenzbepflanzungen, die als "lebende Zäune" zur Grundabgrenzung dienen, und silvopastorale Pflanzungen auf Gebieten, die hauptsächlich für Viehzucht bereit stehen.

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    Kleine Setzlinge, die in einer sogenannten "Nursery" grossgezogen werden.

In diesem Wiederaufforstungsprojekt in der Platanares Wasserscheide in der Gemeinde San Juan de Limay, Nicaragua, arbeiten kleinbäuerliche Familien zusammen, um ungenutzte Teile ihres Landes wieder aufzuforsten. Dank besserer Raumnutzung und nachhaltiger Nutzung der Waldressourcen wird die Waldfläche in der Nähe der Wasserscheide zunehmen und die Lebensqualität der Bewohner von Limay verbessert.

700'000 USD Community Payments konnten ausbezahlt werden
700'000
USD Community Payments konnten ausbezahlt werden
2'645 Jobs
2'645
Jobs
1'605'633 Bäume gepflanzt
1'605'633
Bäume gepflanzt

Diese Ziele sollen durch die Errichtung von mehreren kleinen Forstplantagen mit einheimischen Arten auf kleinbäuerlichem Land erreicht werden. Die Teilnehmer des Projektes besitzen ungenutztes Land und müssen nachweisen, dass die Teilnahme nicht mit ihren Lebensunterhaltsaktivitäten, vor allem Viehzucht und Landwirtschaft, in Konflikt geraten. Das Projekt umfasst ein Gebiet von 86 Quadratkilometer und wird ländliche Gemeinden unterstützen, welche dringend auf Hilfe angewiesen sind. Zudem schafft das Projekt Anreize, damit die Kleinbauern die Kontrolle über ihre Ressourcen behalten. Nicaragua ist das zweit ärmste Land der westlichen Hemisphäre mit einem BIP pro Kopf von 1.079 $ pro Jahr.

296 Kleinbauernfamilien haben bislang 1'170 Hektaren Wald aufgeforstet, was 1'638 Fussballfeldern entspricht.

Landnutzungsplanung um Wasserscheiden ist eine Schlüssel-Förderungsmassnahme. Das Projektgebiet umfasst eine der wichtigsten Wasserscheiden in der Gemeinde San Juan de Limay, welche an saisonalem Wassermangel und Überschwemmungen leidet. Eine vergrösserte Waldfläche wird Wasser durch die trockene Jahreszeit speichern und Überschwemmungen in der Regenzeit minimieren. Das Projekt wird auch energieeffiziente Kochherde mit Kamin verteilen, die Rauch im Haushalt reduzieren. Dies hat insbesondere für Frauen eine positive Wirkung auf die Gesundheit.

Wir wollen die einzelnen Gemeinden solidarisch voranbringen, Familien Einkommensmöglichkeiten eröffnen, als Vorbild für andere dienen und nicht zuletzt ein Bewusstsein für Umweltfragen in der Bevölkerung schaffen.
Elsa Gonzales, Head Community Technician und Office Manager Taking Root Nicaragua

Das Projekt befasst sich mit den Ursachen der Entwaldung, sorgt für direktes und fortlaufendes dörfliches Engagement und technisches Training, und bietet finanzielle Vorteile für die Teilnehmer während des gesamten Projekts. Dies geschieht durch Zahlungen von Ökosystem-Dienstleistungen (PES) und Erträgen aus Holz und nachhaltigen forstwirtschaftlichen Produkten. Als Ergebnis wird dieser multi-facettierte Ansatz den Wald weniger schädigen dank Nachlassen des Drucks auf umliegenden, natürlichen Wald, während gleichzeitig quantifizierbare Mengen an CO2 aus der Atmosphäre gebunden werden. Zudem werden die ökologischen und sozio-ökonomischen Bedingungen von Familien der Gemeinde San Juan de Limay verbessert.

BISHER ERREICHTES:

  • 296 Kleinbauernfamilien haben 1'170 Hektaren Wald wiederaufgeforstet.
  • Die Familien pflanzten 1'605'633 Bäume. 
  • 2'645 Jobs konnten geschaffen werden (662 davon sind Frauen, 422 landlose Bauern):  28 Festanstellungen, 1'100 Personen ziehen die Setzlinge, 1'515 pflanzen die Setzlinge.
  • USD 700'000 "Community Payments" konnten ausbezahlt werden, das entspricht 650 lokalen Jahreslöhnen.
  • Zusätzliche USD 730'000 werden denselben Bauern in den nächsten Jahren ausbezahlt für das Pflegen der gepflanzten Bäume. 
  • 68 Gemeinden sind beteiligt.
  • 346‘000 t CO2 issued, das entspricht den jährlichen Emissionen von über 90'000 Autos.
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