Kleinbiogasanlagen für rauchfreie Küchen

Projekttyp: Biogas

Projektstandort: Kambodscha

Projektstatus: Abgeschlossen, Zertifikate erhältlich

Jährliche CO₂-Reduktion: 70’000 t

Im ländlichen Kambodscha kochen die Frauen traditionellerweise auf einfachen Holzkochern. Atemwegserkrankungen, Abholzung und Treibhausgasemissionen sind die Folgen. Das Programm ermöglicht Familien den Kauf von Kleinbiogasanlagen: Wälder bleiben erhalten und die Lebensqualität der Menschen steigt. 

133'000

Menschen profitieren

27'231

Biofermenter installiert

2'00

Jobs geschaffen

Aufgrund jahrzehntelanger Kriege und Unsicherheiten zählt Kambodscha heute zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Entwaldungsrate hat sich in den letzten Jahren alarmierend beschleunigt. Mitverantwortlich dafür ist das Kochen mit Holz. Über 98 Prozent der Haushalte im ländlichen Kambodscha kochen typischerweise auf ineffizienten Keramikkochern ohne Kamin, eine der einfachsten und günstigsten Kochtechnologien. Folglich sind Frauen und Kinder hohen Schadstoffkonzentrationen ausgesetzt, die eine Reihe von Krankheiten verursachen. 

Früher habe ich Kuhmist mit chemischem Dünger gemischt, aber mein Ernteertrag blieb gering. Dank dem Bioschlamm der Biogasanlage allerdings, wurde die Bodenfruchtbarkeit verbessert und meine Ernteerträge sind jetzt viel höher, und außerdem hat Biogas auch die Kosten für das Kochen reduziert!

Chhim Dy, Biogasbesitzer

Die Installation von Biogasanlagen löst diese Probleme, indem sie erneuerbare und kostengünstige Energie aus Tiermist liefert. Die Nutzung von Biogas zum Kochen ist rauchfrei und reduziert den Bedarf an Brennholz. So werden wertvolle Wälder geschützt. Der nach dem Biogasprozess verbleibende Bioschlamm eignet sich hervorragend als organischer Dünger und steigert die Ernteerträge erheblich. Der Verzicht auf chemischen Dünger entlastet das Haushaltsbudget und verbessert die Bodenstruktur der Felder. Das Kochen mit Biogas ist rauchfrei und verbessert die Gesundheit der Familienmitglieder, insbesondere die der Frauen und Kindern. Das zeitintensive Sammeln von Feuerholz entfällt – Zeit, welche für die Schule oder Nebenbeschäftigungen genutzt werden kann. Zusätzlich ermöglicht das Programm Berufsausbildungen im Bereich der Biogastechnologie und schafft diverse Beschäftigungsmöglichkeiten entlang der Lieferkette.

Kambodscha hat ein großes Potenzial im heimischen Biogassektor, mit rund einer Million Haushalten, die über genügend Vieh verfügen für den Betrieb einer kleinen Biogasanlage. Das Programm wurde gemeinsam vom Ministerium für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei und der niederländischen Entwicklungsorganisation SNV lanciert. Das Programm arbeitet eng mit der Privatwirtschaft zusammen, um einen dauerhaften Biogassektor zu schaffen. Dank den Einnahmen aus den CO₂-Zertifikaten und speziellen Mikrokrediten, können die Haushalte die Biogasanlagen finanzieren. 

 

Dieses Projekt trägt zu 11 SDGs bei:

133'000 Menschen profitieren.

Die Haushalte profitieren von höheren Erträgen dank der Ausbringung der Gülle auf die Felder.

Das Projekt verbessert die Gesundheit der Menschen dank weniger Rauch und Staub in der Küche.

Dank des geringeren Zeitaufwands für das Sammeln von Brennholz haben die Kinder mehr Zeit für Hausaufgaben und Lernen.

Das Projekt stärkt die Stellung der Frauen in der Familie.

27'231 biologische Fermenter installiert.

2500 Arbeitsplätze geschaffen.

20'230 Familien, die Bioschlamm anstelle von chemischem Dünger verwenden.

Das Projekt bekämpft den Klimawandel.

Über 131'000 Tonnen Holz werden eingespart.

Das Projekt spiegelt eine starke Nord-Süd-Zusammenarbeit wider.

Situation ohne Projekt

Kochen mit Feuerholz, Methan Emissionen durch Tiermist, Einsatz von chemischem Düngemittel

Beitrag zu den SDGs

Projektnummer

7207

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