Effiziente Kocher für Rückkehrende in Burundi

Eine Frau steht neben einem neuen Kochherd in Aktion.

Projekttyp: Effiziente Kocher

Projektstandort: Burundi

Projektstatus: In Betrieb, Zertifikate erhältlich

Jährliche CO₂-Reduktion: 395,379 t

Dieses Projekt stellt 300’000 effiziente Kocher für Rückkehrende in Burundi bereit. Die Kocher sind Teil eines Hilfspakets, das in Auffanglagern von Hilfsorganisationen wie dem Flüchtlingskommissariat (UNHCR) und dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen ausgegeben wird. Die Kocher bewirken eine verbesserte Verbrennung, so dass die Luftverschmutzung in den Haushalten sowie deren negative gesundheitliche Auswirkungen reduziert werden. Die Kocher benötigen ausserdem weniger Brennholz, wodurch Wälder geschont werden, weniger Zeit für das Holzsammeln aufgewandt werden muss und CO₂-Emissionen reduziert werden.

In Burundi werden derzeit zahlreiche frühere Flüchtlinge und Binnenvertriebene (Personen, die innerhalb ihres Heimatlandes vor Naturkatastrophen sowie vor durch den Klimawandel bedingter Nahrungsknappheit geflohen sind) bei der Rückkehr in ihre Heimat unterstützt. Die Rückkehrenden haben oft bis auf kleine Ersparnisse keinerlei Besitz bei sich. Es ist davon auszugehen, dass viele von ihnen nach ihrer Rückkehr wieder die ineffizienten Kochmethoden anwenden werden, die in den meisten Ländern Zentralafrikas traditionell verbreitet sind. Diese Methoden verbrauchen grosse Mengen an Brennmaterial und verursachen sehr viel Rauch. Daher sind Frauen und Kinder überproportional stark einer Luftverschmutzung in den Haushalten ausgesetzt, was negative gesundheitliche Folgen wie Atemwegserkrankungen und koronare Herzkrankheiten nach sich ziehen kann. Zugleich muss viel mehr Brennholz in den umliegenden Wäldern gesammelt werden, was viel Zeit beansprucht.   

Das Projekt verteilt verbesserte Kocher als Teil von Hilfspaketen, zu denen auch Kleidung, Lebensmittel, Medikamente usw. gehören. Die verteilten Kocher ermutigen die Rückkehrenden dazu, die üblichen ineffizienten Drei-Steine-Feuerstellen oder die traditionell in der gesamten Region verwendeten ineffizienten Kochherde aufzugeben. Die neuen effizienten Kocher sorgen für eine wirksame Übertragung der aus der Verbrennung von Biomasse entstehenden Wärmeenergie auf den Kochtopf. Auf diese Weise wird weniger Biomasse verbraucht und es entstehen weniger Treibhausgasemissionen. Dies wiederum wirkt der Entwaldung entgegen und spart Kosten für den Kauf von Brennstoff. Ein weiterer wirtschaftlicher Vorteil entsteht aus der lokalen Fertigung der Kocher in Bujumbura.   

Mit den neuen Kochern reicht dieselbe Holzmenge für eine Woche statt für zwei Tage.

Rückkehrerin

Das Projekt wird von OBEN umgesetzt, einer etablierten lokalen NGO, die seit über 15 Jahren in Klimaschutzprojekten aktiv ist und bereits fünf erfolgreiche Programme zur CO2-Reduzierung betreibt. Die Fertigungsstätte von OBEN befindet sich in Bujumbura und umfasst drei Produktionslinien für die Kocher. Unter Nutzung von Fördermitteln aus der Finanzierung von Klimaschutzprojekten wird dieses Projekt CO2 reduzieren und zu einer nachhaltigeren Nutzung von Biomasse-Ressourcen in Burundi beitragen.

Dieses Projekt trägt zu 7 SDGs bei:

Reduzierung des Brennstoffverbrauchs und der entsprechenden Ausgaben um 80 Prozent

Reduzierung der Luftverschmutzung in Innenräumen und des damit verbundenen Risikos von Atemwegserkrankungen 

Frauen gewinnen mehr Zeit, die sie andernfalls für Holzsammlung und Kochen aufwenden müssten

Verteilung von 200’000 effizienten Kochern an Rückkehrer

Schaffung von 170 Arbeitsplätzen

Vermeidung von 395’379 Tonnen CO₂ pro Jahr (2 Tonnen CO₂ pro Kocher)

Vermeidung der Abholzung von 2500 Hektar Wald pro Jahr

Situation ohne Projekt

Höherer Verbrauch von nicht erneuerbarer Biomasse

Dokumentation

Projektstandard

Projektnummer

7226

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