Klimatoleranter Waldumbau für langfristig stabile natürliche CO2-Senken

Eine Forstwirtin pflanzt Eichen in einer Waldlichtung

Projekttyp: Landnutzung und Wald

Projektstandort: Deutschland, Freistaat Bayern

Projektstatus: In Betrieb, Regionaler Klimaschutz ohne Kompensationsanspruch

Jährliche CO₂-Reduktion: Ca. 13,500 t CO2e bis 2050

Dieses Pionier-Projekt für regionalen Klimaschutz in Deutschland ist ein neuer Ansatz von myclimate. Ihr Beitrag beschleunigt regionale Massnahmen zum Schutz und Wiederaufbau heimischer Ökosysteme, um sie widerstandsfähiger gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels zu machen. Sie unterstützen damit klimafreundliche Entwicklung für eine Gesellschaft hin zu niedrigen Emissionen. Aus Ihrer Spende leitet sich jedoch kein Transfer von Emissionsrechten oder ein Ausgleich von Emissionen ab. 

Das Projekt unterstützt die Bayrischen Staatsforsten darin, den Wald in Bayern zu klimatoleranten, stabilen Mischwäldern umzubauen. Das ist die aktuell grösste, generationsübergreifende Aufgabe der Bayrischen Staatsforsten. Vor allem Fichtenreinbestände sind besonders empfindlich gegenüber Stürmen und Trockenheit, denn Fichten haben ein flaches Wurzelsystem. Hinzu kommt, dass Fichtenreinbestände auch gegenüber Schädlingsbefall nur wenig resistent sind.. 

Waldumbau: Klimaempfindliche Nadelwälder werden in widerstandsfähige Mischwälder umgebaut. 

Das Ziel des Waldumbaus sind stabile und strukturreiche Mischwälder, die zu mindestens 30% aus Laubbäumen bzw. Tannen bestehen. Es gibt zwei Wege, um Wälder umzubauen. Zum einen, durch Naturverjüngung, wobei die nächste Generation an Wäldern sich direkt aus den Samen der vor Ort stehenden Bäume entwickelt. Zum anderen, durch künstliche Verjüngung dank Pflanzung oder Saat: Diese Methode wird überall dort angewendet, wo die Naturverjüngung nicht möglich ist oder nicht schnell genug von statten gehen würde. Dies kann der Fall sein, wenn keine geeigneten Samenbäume für die erwünschte Naturverjüngung in ausreichender Nähe vorhanden sind oder übermässige Konkurrenzvegetation, wie z.B. Brombeersträucher eine erwünschte Naturverjüngung verhindert. Auch Wetterereignisse können grössere Schadflächen hinterlassen. Diese können häufig nur teilweise durch Pflanzung komplett wiederbestockt werden, gleichzeitig ist dies oft mit hohen Kosten verbunden.  

Laut der letzten Waldinventur von 2018 besteht im gesamten Freistaat Bayern für ca. 99.000 Hektar Nadelwälder Handlungsbedarf zum Waldumbau. Mit diesem Projekt leisten wir eine zweckgebundene Finanzierung an die Bayrischen Staatsforsten zur Durchführung dieses Waldumbaus. Jeder zusätzlich verfügbare Beitrag beschleunigt den Fortschritt dieser Generationsaufgabe. Die zu erwartende Speicherungsleistung, die wir aus den Pflanzungen ableiten, basiert auf Mittelwerten von Pflanzungen pro Hektar, Zukunftsbäumen pro Hektar (Bestockungsgrad), mittlerer Wuchsleistung pro Jahr der Wälder über einen Zeitraum von heute bis 2050.  

Kontakt

Haben Sie Fragen? Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren:

myclimate Deutschland gGmbH 

Tel:+497121317775-0 
kontakt@myclimate.de 

 

Dieses Projekt trägt zu 3 SDGs bei:

Die Bayrischen Staatsforsten bewirtschaften mehrheitlich PEFC zertifizierten Wald im Sinne der Kaskadennutzung. Das Holz wird durch fachlich ausgebildetes Personal im Sinne der Green Economy genutzt. Die stoffliche Nutzung wird der energetischen Verwertung vorgezogen.  

Bis 2050 ist von einer gemittelten Senkenleistung von 13,500 tCO2e auszugehen.

Durch nachhaltige Forstwirtschaft werden natürlich Lebensräume erhalten und geschützt..

Situation ohne Projekt

Waldumbau von geringerer Geschwindigkeit

Projektnummer

7601

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