Der Solar Butterfly zu Besuch bei myclimate in Reutlingen auf der Suche nach Lösungen gegen den Klimawandel

Das autarke, solarbetriebene Tiny House in Form eines riesigen Schmetterlings besucht seit dem Tourstart am 23. Mai in der Schweiz auf seiner Weltreise über 15 deutsche Städte und Gemeinden. Am 14. Juni 2022 war der SolarButterfly bei myclimate in Reutlingen zu Besuch. Er wird um die Welt reisen, um die spannendsten Projekte sowie Pioniere zu besuchen, die an Lösungen gegen die globale Erwärmung arbeiten. 

Bild: DPA Bernd Weisbrod

 

Dank der gemeinnützigen Klimaschutzorganisation myclimate und des Sponsoring-Partners FairEnergie hat der SolarButterfly am 14. Juni 2022 als erste Station in Deutschland an der Reutlinger Stadthalle Halt gemacht. Als Gäste geladen waren u.a. Frau Bürgermeisterin Angela Weiskopf, die Bürgergenossenschaft ErneuerbareEnergien Neckar-Alb und die Klimaschutzagentur Reutlingen. Innovative Klimapioniere aus Baden-Württemberg präsentierten ihre Projekte, wie die Carbonauten, die erklärten wie man aus CO2 klimapositive Kunststoffe herstellen kann und CarboCert, die CO2 durch ihre Humusaufbauprogramme in landwirtschaftlichen Böden speichern. 

«Wir wollen ein Bewusstsein schaffen, dass wir gute Lösungen für den Klimaschutz vor unserer Haustür haben,» sagte Thomas Lanners, Projektleiter Bildung von myclimate. Neben ihm waren Stefan Baumeister, der Geschäftsführer von myclimate Deutschland, und die FÖJlerin Lorena Merz vor Ort.

Für die Öffentlichkeit gab es die Möglichkeit sich über die Themen erneuerbare Energien und Klimaschutz zu informieren. Kinder konnten einen Klima-Parcours absolvieren und den SolarButterfly besichtigen. Darüber hinaus waren diesjährige Abiturient*innen eingeladen, vorbeizuschauen, um sich über die FÖJ-Stellen bei der Klimaschutzorganisation myclimate zu informieren, die ab September zu besetzen sind.

Die Weltumrundung des SolarButterfly wird in mehreren Etappen durchgeführt und hat am 23. Mai 2022 mit einer ca. 25.000 Kilometer langen Europa Reise, quer durch 30 Länder begonnen. Das Team wechselt sich alle vier Wochen ab. Lust, den SolarButterfly zu begleiten? Es gibt noch Möglichkeiten sich als Moderator*in, Social Media-Erzähler*in sowie Filmemacher*in für einzelne Streckenabschnitte in Europa zu bewerben.

In den nächsten drei Jahren folgen weitere fünf Kontinente, bis das Team am 12. Dezember 2025, pünktlich zum 10. Jahrestag des UNO-Klimaabkommens, in Paris sein Ziel erreicht.

Initiator ist der Schweizer Solarpionier Louis Palmer, der vor 15 Jahren als erster Mensch die Welt mit einem solarbetriebenen Auto umrundet hat. Der SolarButterfly wird nun viele der gleichen Orte in 90 Ländern erneut besuchen, um zu sehen, wie sie zu einer nachhaltigen Zukunft beitragen. «Wenn die ganze Welt vom Klimawandel spricht, dann ist es Zeit, die Lösungen zu zeigen und diese zu unterstützen!», so Palmer. Sein Ziel: 1000 Klima-Lösungen und -Pioniere zu besuchen und diese ins Scheinwerfer-Licht zu stellen, um Millionen von Menschen zu eigenen Taten im Bereich Klimaschutz zu inspirieren.

Das speziell von der Hochschule Luzern in der Schweiz entwickelte Gefährt ist gleichzeitig auch ein Wohnmobil, welches praktisch aufzeigt, wie eine Familie heute ohne CO2-Emissionen reisen, leben und arbeiten kann. Der SolarButterfly kann sich dank seiner großen Solarflügel (80 m2) auf Knopfdruck in einen Schmetterling verwandeln. Dies symbolisiert die Transformation – so wie sich die erdgebundene Raupe zum freifliegenden Schmetterling verwandeln kann, so kann sich auch die Gesellschaft von fossilen Treibstoffen zu nachhaltigen Energien wandeln.

Mit dem selbst produzierten Strom kann der «Schmetterling» pro Tag über 200 km fahren. Das Tiny House wird zum größten Teil aus sehr leichtem und neuartigem Ozean-Kunststoff hergestellt. Dieser besteht aus rezyklierten PET-Flaschen, welche aus dem Meer gefischt wurden.

Der SolarButterfly bietet nicht nur Wohnraum für vier Personen, sondern beinhaltet auch ein integriertes Filmstudio, in dem Berichte über nachhaltige Lösungen und Pioniere aufgezeichnet und über soziale und konventionelle Medien publiziert werden. Der SolarButterfly ist komplett autark funktionstüchtig. Dies beinhaltet auch die Wasserversorgung: Das Wasser wird auf dem Dach eingesammelt und mit Solarstrom zu Trinkwasser verarbeitet und für Bad und Küche aufgewärmt.

Die Kosten für den Bau und die vierjährige Reise werden gedeckt über Crowdfunding, Events und Partner, darunter LONGi, Brugg Group, EnergieSchweiz, BKW, Verbund, myclimate, 3A Composites Core Materials, Geser Fahrzeugbau, Komax, Kyburz, Hochschule Luzern HSLU, OPES Solutions, Schindler, 3A Composites Mobility, Trobolo, Lucerne Business Development, Maxon, Jim&Jim und Cosmiq Universe.

Die ultrahocheffizienten Solarzellen wurden von LONGI geliefert, einem Hauptpartner des Projekts. Die Visionen der beiden Partner sind sehr komplementär. LONGi hat als Mission «das Sonnenlicht für eine grünere Welt einzusetzen» und hält dran fest, als eine der global führenden Solartechnologiefirmen die globale Energiewende zu erneuerbaren Energien voranzutreiben.

Die Solarzellen wurden dann von OPES Solutions in Berlin zu ultraleichten Solarmodulen verarbeitet, die nicht nur das Innere mit Strom versorgen, sondern auch die Batterie des Elektroautos laden, welches den SolarButterfly zieht.

«Wir wollen Hunderte von Millionen Menschen mit der Botschaft erreichen, dass immer mehr Menschen auf der ganzen Welt daran arbeiten, den Klimawandel mit praktischen Lösungen zu stoppen», so Palmer. «Die Welt ist voller Lösungen, die Arbeitsplätze schaffen und die Zukunft unserer Kinder sichern können - und diese wollen wir besuchen!».

Weitere Infos zum Solar Butterfly finden Sie hier: https://solarbutterfly.org/

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