«Unkomplizierter, preiswerter Zugang zu Nachhaltigkeit für Schweizer KMU»

Die Schweizer Druckbranche feiert 2018 zehnjähriges Jubiläum mit myclimate. Diese Partnerschaft beschreibt eine Erfolgsgeschichte, schliesslich wurde zusammen mit den Schweizer Druckunternehmern und deren Kunden einiges für mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit bewegt. Für das Branchenmagazin der viscom haben sich Daniel Kammerer, Bereichsleiter Beratung und Lösungen und Mitglied der Geschäftsleitung bei myclimate, und Stefano Gazzaniga, Ressortleiter Innovation, Management, Umwelt viscom, an die Anfänge der Partnerschaft erinnert, deren Entwicklung Revue passieren lassen und zukünftige Ziele skizziert.

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Daniel Kammerer, myclimate, im Gespräch mit Stefano Gazzanniga, viscom (von links)

Herr Gazzaniga, seit zehn Jahren setzt sich viscom in Zusammenarbeit mit myclimate für Nachhaltigkeit in der Druckbranche ein. Warum tut Ihr Verband das?

Stefano Gazzaniga: Die grafische Industrie und ihre Mitglieder befinden sich seit vielen Jahren unter teils enormen wirtschaftlichen Druck. Preislich können wir hier in der Schweiz gerade im internationalen Vergleich nur schwer punkten. Dienstleistungen und Angebote im Umweltbereich bieten unseren Mitgliedern aber sehr gute Möglichkeiten, sich auf die eigenen Stärken zu besinnen und sich damit von der Konkurrenz abzusetzen.

Und warum entschieden Sie sich damals für myclimate als Klimaschutzpartner?

Stefano Gazzaniga: viscom wollte für Angebote im Umweltbereich einen seriösen und sehr professionellen Partner finden. Daher fiel damals die Wahl sehr schnell auf myclimate. Durch die grosse Breite seiner Dienstleistungen und durch die sehr guten Projekte, die unseren Mitgliedern eine optimale Auswahl geben, liefert myclimate Mehrwerte für unsere Mitglieder.

Was bedeutet diese Branchenpartnerschaft für eine Organisation wie myclimate?

Daniel Kammerer: Die Partnerschaft mit der Druckbranche ist ein ganz entscheidender Baustein in der Erfolgsgeschichte von myclimate in den vergangenen Jahren. Sie funktioniert nach dem Prinzip «Tue Gutes und rede darüber». Durch die Verbreitung unseres myclimate Labels «klimaneutrale Drucksache» haben wir eine unheimliche Reichweite für die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit aufbauen können. Dabei geht es nicht um pures «Branding». Es wird dabei immer die wichtige Botschaft, dass jeder und jede etwas zu einer nachhaltigen Zukunft beitragen kann, mit transportiert. So ermöglicht die Druckbranche als «B2B-Partner» uns Zugang zu vielen weiteren Branchen.

Gleichzeitig verschaffen die viscom-Mitglieder auf unkomplizierte und preiswerte Weise gerade auch Schweizer KMU den Zugang zu Klima- und Nachhaltigkeitslösungen.

Wie hat sich die Nachfrage nach nachhaltigen Lösungen in der Druckbranche in den letzten zehn Jahren entwickelt?

Daniel Kammerer: Durch unsere Partnerschaft mit viscom konnten wir den Markt für «klimaneutrale Drucksachen» von Beginn an prägen. Durch eine ganze Kette an unterschiedlichen Aktivitäten wie Effizienzberatungen, Bildungsmassnahmen oder der Klimaneutralität durch die eigene Entwicklung von hochwertigen und glaubwürdigen Klimaschutzprojekten konnten wir die Einkäufer sehr erfolgreich sensibilisieren. So konnten wir von Beginn an eine grosse Nachfrage miterzeugen und dementsprechend auch befriedigen. Heute befinden wir uns auf einem gesunden, kräftigen und stabilen Niveau.

Stefano Gazzaniga: Am Anfang haben sich viele Firmen für die Zertifizierung aus einem ganz einfachen, aber wichtigen Grund interessiert: Sie wollten (und wollen immer noch) ganz konkret etwas für den Klimaschutz tun und sehen dabei das klimaneutrale Drucken als ein sehr gutes Werkzeug an. In der letzten Zeit bemerken wir einen Wandel. Das Interesse ist immer noch hoch, aber wird nun vermehrt von Kundenseite getrieben. Für unsere Mitglieder bedeutet das, dass sie mit dem myclimate-Angebot die Möglichkeit erhalten, neue Kunden zu gewinnen.

Nicht zu vergessen ist auch noch, dass unsere Unternehmen mit myclimate und deren Software-Plattform smart 3 wichtige Kennzahlen aufbereiten können, die für eine ISO 14001-Zertifizierung benötigt werden.

Das vollständige Interview lesen in der aktuellen Ausgabe des viscom-Magazins.

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