Partnerportrait Rotpunkt Küchen

Das Bewusstsein für die Umwelt und die damit einhergehenden Bedürfnisse der Kunden haben sich aus Sicht von Sven Herden geändert. Für den Geschäftsführer Vertrieb & Marketing von Rotpunkt Küchen ist eine klare Abkehr von der Geiz-ist-geil-Mentalität vergangener Jahre erkennbar. Im Gespräch mit myclimate Deutschland spricht er darüber, wie sich das Unternehmen in Puncto Klimaschutz aufstellt. Und verrät uns das Geheimnis einer neuen Spanplatten-Generation.

Rotpunkt Küchen wird geleitet von den beiden geschäftsführenden Gesellschaftern Heinz-Jürgen Meyer (rechts) und Andreas Wagner (links) sowie Sven Herden, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing (mitte).

Rotpunkt Küchen ist ein mittelständisches Familienunternehmen, das sich auf die Herstellung von Küchen spezialisiert hat. Was unterscheidet Sie von anderen Küchenherstellern, Herr Herden?

Sven Herden: Wir fertigen hochgradig individualisierte Küchen und können nahezu jeden Kundenwunsch umsetzen. Dabei stehen die Menschen, mit denen wir täglich zusammen arbeiten bei uns im Mittelpunkt – ob Mitarbeiter, Lieferanten oder Kunden. Zudem ist uns ein sorgsamer Umgang mit den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen wichtig. ...


... "Ressourcen" ist ein gutes Stichwort: Welche konkreten Maßnahmen haben Sie als Unternehmen bereits realisiert, um den CO2-Fußabdruck Ihres Unternehmens zu verkleinern, also Emissionen zu vermeiden und zu reduzieren?

Sven Herden: Für unser Werk in Getmold haben wir vor drei Jahren effiziente Zuschnittmaschinen angeschafft. So können wir den Materialeinsatz und den Materialverschnitt reduzieren und Ressourcen sparen. Seit 2018 sind wir zudem unternehmensweit im Bereich Energiemanagement nach ISO 50001 zertifiziert. Auch im Bereich Mobilität haben wir reagiert und bezuschussen unsere Mitarbeiter und deren Familienmitglieder, wenn sie sich für ein E-Bike entscheiden. Im Schnitt legt unser Team jedes Jahr 3,3 Mio. Kilometer mit dem Rad zurück, um zu unseren Standorten Bünde oder Getmold zu fahren. Nichtzuletzt analysieren wir jährlich die CO2-Bilanz unseres Unternehmens, um auf dieser Datenbasis weitere Maßnahmen zu planen, die zu einer Emissionseinsparung führen können.

 

Zusätzlich kompensieren Sie die unvermeidbaren Emissionen Ihrer beiden Unternehmensstandorte über eines von über 100 hochwertigen myclimate-Klimaschutzprojekten. Entschieden haben Sie sich für ein Projekt in Kenia: «Weniger Abholzung des Regenwaldes dank effizienten Kochern». Warum haben Sie gerade dieses Projekt ausgewählt?

Sven Herden: Die Auswahl eines Klimaschutzprojektes ist uns nicht leicht gefallen. Doch als Küchenhersteller hat uns das Kocherprojekt in Kenia am Ende am meisten angesprochen. Schließlich geht es hier auch um´s Kochen.

 

Zurück zu Rotpunkt Küchen: Wie steht es um das Thema Nachhaltigkeit bei Ihren Küchen?

Sven Herden: Nachhaltigkeit hat sich bzw. entwickelt sich immer weiter zu einem neuen, sehr relevanten Kriterium für die Kaufentscheidung. Dabei muss die nachhaltigere Küchenvariante in keiner Weise teurer für den Kunden sein – jede von uns ab dem Jahr 2020 gefertigte Küche wurde bzw. wird klimaneutral hergestellt. Zudem haben wir bereits seit dem Jahr 2016 die ressourcenschonende BioBoard-Spanplatte im Einsatz, die aus Mais und weiteren einjährigen Pflanzen hergestellt wird. Dadurch sparen wir pro Jahr etwa 50 Fußballfelder an Wald ein. Aktuell führen wir mit der Greenline BioBoard Gen2 gerade die nächste Entwicklungsstufe dieser Spanplatte ein. ...

 

... Und die zweite Spanplatten-Generation von diesem Typ ist nochmals besser?

Sven Herden: Ja. Die Gen2-Platten bestehen bis zu 90 % aus Recyclingholz und erfüllen gleichzeitig sämtliche Anforderungen an eine Spanplatte. Dadurch sind wir in der Lage künftig noch mehr Bäume einzusparen. Ein weiteres Plus: Die geringen Formaldehyd-Emissionen dieser besonderen Spanplatte sorgen zudem für ein noch besseres Raumklima.

 

Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung also. Sehen Sie sich als Unternehmen für die Zukunft gut aufgestellt?
Sven Herden: Wir glauben, dass wir mit nachhaltig produzierten Küchen mit hohem Designanspruch den richtigen Weg eingeschlagen haben – für heute wie auch morgen. Wir werden weiter daran arbeiten für unsere Kunden individuelle Lösungen zu schaffen, damit wir Produkte anbieten können, die eben nicht nur einfach Standard sind, sondern so einzigartig und verschieden wie die Menschen.

 

Über Rotpunkt Küchen

Das Familienunternehmen Rotpunkt Küchen produziert hochwertige Küchen am Hauptsitz Bünde und im Zweigwerk Preußisch Oldendorf-Getmold. 1930 von Heinrich Rabe und Wilhelm Meyer in Bünde-Ahle unter dem Namen Rabe & Meyer gegründet, befasste sich das Unternehmen erst mit der Fertigung von Zigarrenkisten, ehe es auch Holzspielzeug und Nähkästen ins Sortiment nahm. In der Nachkriegszeit wandte sich die Unternehmensführung dem Küchenbau zu. Heute leiten die geschäftsführenden Gesellschafter Heinz-Jürgen Meyer und Andreas Wagner sowie Sven Herden, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing, das Unternehmen. Das Trio setzt dabei auf eine eigene Produktionsstruktur, ein vielfältiges Produktportfolio und Zuverlässigkeit bei Lieferung und Qualität.

Bleiben Sie informiert!