Was versteht man unter Flugscham?

Im Zusammenhang mit den Themen Klimawandel und Klimaschutz ist auch immer wieder von "Flugscham" die Rede. Der Begriff "Flugscham" bezeichnet das Gefühl Flugreisender, die sich über die klimaschädliche Tragweite ihrer Reise bewusst sind, aber dennoch fliegen. Somit schämen sie sich ihres Fluges wegen.

Parallel dazu spricht man im Hinblick von Flugscham auch über den Trend, sich bewusst gegen Flugreisen zu entscheiden, um damit seinen persönlichen CO₂-Fußabdruck aktiv zu reduzieren.

Das Wort "Flugscham" ist die Übersetzung des schwedischen Begriffs "flygskam". Letzterer ist 2018 als Hashtag #flygskam über die sozialen Medien wie Twitter, Facebook und Co. aus Schweden heraus bekannt geworden und erlangte schnell eine sehr große Reichweite. Mittlerweile greifen Journalisten das Wort Flugscham immer wieder auf, wenn Sie über den Klimawandel im Zusammenhang mit Flugreisen berichten.
Es ist in der Tat so, dass eine Flugreise die klimaschädlichste Fortbewegungsmöglichkeit ist. So stößt ein Flugzeug pro Person für jeden zurückgelegten Kilometer rund 200 Gramm CO₂-Äquivalente aus. Ein Reisebus oder die Eisenbahn kommt im Vergleich dagegen auf unter 50 Gramm CO₂-Äquivalente. Eine Flugreise stößt pro Kilometer also mehr als vier Mal so viel CO₂ pro Kilometer aus als Bus oder Bahn. Für viele Schweden lautet die Devise aus diesem Grund #stannerpamarken, was übersetzt „auf dem Boden bleiben“ heißt.

 

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